Führungskraft oder Vorgesetzter

Die Bedeutungen von Führung und Vorgesetzter klingen gänzlich anders. Während Führung Aktivität ausstrahlt, klingt Vorgestzter eher passiv, weil eben vorgesetzt.   

Das Vorgesetztwerden ist die erste Stufe einer Führungskarriere. D.h. jemand wird für fähig gehalten das Team zu führen und wird dem Team vorgesetzt, was aber nicht bedeutet, dass dieser das auch kann und auch akzteptiert wird. Die erste Stufe bedeutet, dass sich der Vorgesezte zu einer Führungskraft entwickeln kann und sollte. Leider bleiben viele auf dieser Stufe des Vorgesetzten und entwickeln sich nicht weiter. Um das Team zu bewegen und Ziele zu erreichen bleibt ihnen oft die Macht der Hierarchie, die sie als Vorgesetzter automatisch erhalten.  Das widerum kann kurz- mittel bis langfristig fatale Folgen auf den Einzelnen, das Team, Produktivität, Engagement, Motivation und Gesundheit haben. 

In meinen Teamworkshops höre ich oft Unzufriedenheit in Bezug auf die Führung. Die Führungskraft ist uns vorgesetzt, sie ist für uns nicht da, sie ist nicht fähig, sie hat aufgegeben, sie hat keine Empathie, sie ist nicht authentisch, sie denkt nur an sich, sie sieht unsere Potenziale nicht, sie drückt sich vor Konflikten oder lässt sie einfach laufen, sie motiviert mich nicht, sie ist nicht vorbildlich usw. 

Diese Liste könnte ich mit Bemerkungen von Teilnehmern aus meinen Workshops und Seminaren lange fortführen. Die Führungskräfte sehen diese Perspektive leider oft nicht oder wollen es teilweise auch nicht sehen und bleiben daher aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter eher Vorgesetzter als eine wahre inspirierende Führungskraft. In einer der letzten Gallup Umfragen wo das Thema Führung war, sagen 67% der Befragten, dass sie mindestens einmal einen schlechten Chef hatten. Auf der anderen Seite halten sich 97% der befragten Führungskräfte für eine gute Führungskraft.
 
Die Mitarbeiter engagieren sich mehr, sind motivierter, gesünder und erfolgreicher, wenn die emotionale Bindung zu ihren Führungskräften besser ist. Wer engagiert sich schon mit Herz und Verstand, wenn die Führung nicht gemocht und akzeptiert wird. Sie machen das nötigste. Wenn das so bleibt verlieren alle! Das Unternehmen und die Menschen die das Unternehmen ausmachen ob Mitarbeiter oder auch die Führungskräfte. 
 
Bereitschaft öffnet neue Wege
 
Um aus dieser verfahrenen Situation herauszukommen muss man irgendwo anfangen. Die Hebelwirkung ist bei der Führungskraft deutlich höher als bei den Mitarbeitern. Es liegt also nahe bei den Führungskräften zu beginnen. Das setzt aber eine Reflexionsbereitschaft - also ein wertschätzendes Hinterfragen der eigenen Führungskompetenzen -  voraus. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.  Das erfordert Mut, Offenheit, Verantwortungsgefühl und eine gewisse persönliche Reife. Das sind doch die Eigenschaften einer Führungskraft, mögen Sie sagen! Weit gefehlt! Ich erinnere, dass ich vor einigen Jahren ein Feedback von gestandenen Führungskräften anfragte um mich/mein Verhalten/Zusammenarbeit zu hinterfragen. Gleichzeitig bot ich an, ihnen ein Feedback zu geben, wenn sie es möchten. Alle gaben zu meiner Person ein Feedback. Was glauben Sie, wieviele der 8 Führungskräfte mein Angebot eines Feedbacks angenommen haben? Es ist traurig aber wahr „keiner!“
 
 
Ein Blick hinter die wertvolle Fassade
 
Meine persönliche Erfahrung und Meinung ist, dass die Führungskräfte nur gewinnen können, dennoch wagen nur wenige diesen so wertvollen Weg. Es gibt sicherlich viele Gründe, warum sie das nicht tun. Eine stark ego-zentrische Führungskraft sagte, dass das schon einen Grund hat, warum er Führungskraft geworden ist und somit die Kritik an sein Verhalten klein redet. Eine andere Führungskraft sagte, dass er das nicht erfüllen kann, was seine Mitarbeiter von ihm erwarten wie Nähe, Inspirationskraft, Visionär, Vertrauen,….  Das sind innere natürliche Widerstände die das aktuelle Selbst mit seiner Fassade zu schützen versuchen. Die persönlichen Prägungen (persönlicher Filter) wollen eine Veränderung auf jeden Fall verhindern, weil sie dadurch das bekannte sichere Terrain „So war ich schon immer“ verlassen würden. Das Unbekannte erzeugt Angst, die sich dann als Widerstand formiert.  
 
Authentische Führung inspiriert
 
Offenheit und Vertrauen schaffen ist das A und O! Wenn Führungskräfte so akzeptiert und respektiert werden mit allem was ihr aktuelles ICH ausmacht, dann besteht die beste Chance dass sie sich darauf einlassen. Authentizität des Coaches vorausgesetzt. Erst dann kann ihr Vertrauen zum Coach als Person und seine Erfahrung sowie Expertise entstehen. Nur wenn ein Mensch sich seiner Selbst inclusive Prägungen bewusst wird, und diese akzeptiert kann eine Veränderung zu mehr Stimmigkeit, Authentizität und wahren Führungspersönlichkeit erfolgen. Und das ist magisch für die Führungskraft und für die Mitarbeiter. 
 
 Ihr Weg zu einer inspirierenden Führungspersönlichkeit
  • Inspiration der Führung für Veränderung im persönlichen Coaching Gespräch
  • Eigene Anliegen respektvoll und wertschätzend reflektieren
  • Feedback einholen um die externe Sicht bewusst zu machen
  • 5 Coaching-Sitzungen für die Führungskraft zu mehr Stimmigkeit und Authentizität
  • Führungskraft als Coach Seminar - Coaching Fähigkeiten der Führungskraft stärken

 

 
 
 
 



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